In einer Klostergärtnerei habe ich ein grandioses Fundstück entdeckt. Eine Gemüse-Würze! Und ich frage mich, gab es ein Leben vor dieser Gemüse-Paste? 🙂 Während die gängige gekörnte Gemüsebrühe aus über 90 % Salzanteil besteht, kann man sehr viel gesünder mit einer selbst gemachten Gemüse-Paste würzen.

Regionales Gemüse vom Markt um die Ecke
Da ich nicht immer zu der Klostergärtnerei komme, habe ich kurz entschlossen mit meinem Vitamix-Hochleistungsmixer experimentiert und das Ergebnis möchte ich gerne mit Dir teilen. Es ist kinderleicht solch eine Würze herzustellen. Damit die Paste eine schöne Farbe erhält, habe ich eine Handvoll Spinat zugegeben. Die Würze ist super schnell zubereitet, kein Kochen, kein Backen. Die einzige Arbeit besteht darin, das Gemüse zu putzen, kleinzuschneiden und zu mixen. Abfüllen in saubere Schraubgläser und fertig.
Das Gemüse habe ich auf unserem Wochenmarkt um die Ecke gekauft. Ich liebe die vielen Farben und das Gemüse ist knackig frisch. Der Gemüsehändler wies mich darauf hin, dass der Rosenkohl noch leicht gefroren sei, weil er gerade vorhin vom Feld kam (Frost). Frischer geht nicht, wie ich finde.

Mich begeistern die schönen Farben des Gemüses vom Wochenmarkt.
Die Gläser bitte im Kühlschrank aufbewahren. Die Paste hält sich dort etwa 2 Monate. Bei uns war sie allerdings immer nach wenigen Wochen weg. Durch den Anteil von nur 5 % Salz konserviert die Paste. Weniger als 5 % Salz solltest Du nicht verwenden.
Durch diesen geringen Salz-Anteil kann man großzügig mit der Paste würzen. Sie passt überall, z.B. in Suppen, an Gemüse, an Nudelsaucen. Du gibst 1 bis 2 EL der Paste zu dem Gericht und verwendest sie wie gekörnte Gemüsebrühe.

Einkauf am Wochenmarkt
Rezept:
Für etwa 5 Schraubgläser habe ich folgendes Gemüse frisch am Markt eingekauft (und dies ergab ca. 1,5 kg geschnittenes Gemüse):
- 5 Karotten
- 2 große Pastinaken
- 2 Stangen Lauch
- 2 kleine Petersilienwurzeln
- 1/2 Sellerieknolle
- 1 Bund Petersilie
- wem es schmeckt: 1/2 Bund Koriander
- für die quietschgrüne Farbe: 1 Handvoll frischen Spinat
- 75 g Salz (jodiert)
- etwa 50 ml Rapsöl (bio)

Gemüsezutaten: Lauch, Sellerie, Karotten, Petersilie, ggf. Koriander, Petersilienwurzel, Pastinake
Zubereitung:
Das Gemüse putzen, kleinschneiden und mit einem Hochleistungsmixer (wie dem Vitamix oder Thermomix) mixen.

Gemüse waschen, putzen und kleinschneiden.
Ich habe hierzu das Gemüse in 3 getrennten Portionen in den Behälter gegeben, jeweils einen guten Schuss Rapsöl beigefügt und auf mittlerer Stufe (ca. Stufe 5) unter Zuhilfenahme des Stopfers gemixt.

Gemüse im Hochleistungsmixer nach belieben fein mixen.

Gemüse in den Mixer geben.
Das Gemüse füllst Du anschließend in eine Schüssel, wiegst das Gemüse und gibst 5 % Salz hinzu. Bei 1,5 kg Gemüse sind das 75 g Salz.

Gemüse aus dem Mixer entnehmen und mit 5 % Salz vermengen.
Die Gläser säubern und sterilisieren. Letzteres war bei mir einfach, da ich hierzu unseren Baby-Flaschen-Sterilisator verwendet habe. Du kannst die Gläser aber auch auskochen oder mit etwas Wasser bei 100 Grad in den Ofen stellen.
Nun füllst Du die Paste in die Gläser. Besonders leicht ist es mit einem kleinen Trichter.

Gemüsepaste für Suppen, Gemüse, Saucen etc.
Die Gläser sind sehr schöne Mitbringsel. Durch den Spinat erhält die Paste eine quietschgrüne Farbe und sieht, wie ich finde, besonders schön aus.
Die Gemüsepaste verwende ich nahezu täglich – und Du vielleicht nun auch?
Herzliche Grüße,
Euer Münchner Kindl Dani.
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